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Posts under ‘Nachttischlektüre’

Kürzungen – ja oder nein?

(Nachttischlektüre #037) —Wie ich zuletzt dargelegt habe, bin ich kein Freund überlanger Romane. Kurz und prägnant sollte eine Geschichte erzählt werden, alles Überflüssige gilt es wegzulassen. Ich bin hier ganz anderer Auffassung als der Herausgeber dieser Seiten, der mich gerne fragt, was denn wohl überflüssig sei und was nicht. Das liegt natürlich im Auge des [...]

Morels Erfindung

(Nachttischlektüre #036) —Es ist wohl kein Geheimnis, dass ich nicht gerade ein Freund unnötig langatmiger Romane bin. Seit je her kann ich nicht verstehen, warum ein Autor achthundert Seiten braucht, um eine Begebenheit zu schildern, die er auch in zweihundert oder weniger Worten hätte darlegen können. Umso lieber sind mir daher all jene Werke, die [...]

Blondinen bevorzugt

(Nachttischlektüre #035) — Den Film, klar, den kennt wohl fast jeder. Marilyn Monroe und Jane Russell spielen die Hauptrollen, Howard Hawks führt Regie, etwas Schöneres kann es kaum geben. Wer aber hat eigentlich die Vorlage für den Streifen geliefert (der teilweise erheblich vom Buch abweicht)? Anita Loos ist’s gewesen, eine bekannte Drehbuchautorin, deren Geschichte nach ihrer [...]

Reise um mein Zimmer

(Nachttischlektüre #034) — Ich liebe solche Bücher. Solche, die eine Geschichte auf eine andere Art erzählen als normalerweise üblich, solche die vom linear-langweiligen Pfad abkommen und komplizierte Umwege gehen. Lorenz Sterne vor allem war ein Meister darin, vom Hundertsten ins Tausendste zu kommen, von A nach Z nicht schnurgerade über B, C, D usw. zu gelangen, sondern [...]

Die Gräfin von Cagliostro oder Die Jugend des Arsène Lupin (III)

(Nachttischlektüre #033) — Durch den Roman erfahren wir also, dass sich Lupins Leben in dem Augenblick ändert, da er an der normannischen Atlantikküste in der Gegend um das Schloss des Barons Godefroy d’Etigues herumlungert, dessen Tochter Clarisse er gerne ehelichen würde, was aber der Baron, man kann es wohl gut verstehen, nie im Leben zulassen wird. Als [...]

Die Gräfin von Cagliostro oder Die Jugend des Arsène Lupin (II)

(Nachttischlektüre #032) — Die Geschichte um die Gräfin von Cagliostro spielt im Jahre 1894, zu einer Zeit also, da unser Held Arsène Lupin gerade mal zwanzig Jahre alt war. Noch ist er ein kleiner harmloser Gauner, der kaum weiß, wie er den nächsten Tag überstehen soll, noch ist er nicht der Matador, als der wir ihn [...]

Die Gräfin von Cagliostro oder Die Jugend des Arsène Lupin (I)

(Nachttischlektüre #031) — Das sind doch die schönsten Helden der Kindheit: jene Heroen, die die Reichen und Bösen behumpsen, die Armen und Unschuldigen aber unterstützen. Robin Hood ist so ein Held, genauso wie der französische Gentleman-Dieb Arsène Lupin, dessen Heldentaten uns sein Chronist Maurice Leblanc in zwanzig Romanen, zwei Theaterstücken und weiteren Kurzgeschichten überliefert hat. Wer aber [...]

Das dunkle Geheimnis der Bow Street (III)

(Nachttischlektüre #030) — Edward Wimp hat den Fall also nicht lösen können. Ganz im Gegenteil, er bringt einen Unschuldigen vor Gericht, der sogleich auch zum Tode verurteilt wird. Zum Glück ist da aber noch Wimps Vorgänger Grodman, der im letzten Augenblick doch noch die Lösung präsentiert und somit ein himmelschreiendes Unrecht zu verhindern weiß. Das ist [...]

Blut im Schuh (IV)

(Nachttischlektüre #029) — Der Fall ist endlich gelöst. Wir wissen nun, wer die Morde begangen hat. Der Name des Täters wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, auch wenn ich keinen ersichtlichen Grund sehe, es nicht zu tun. Denn eins muss hier mal klipp und klar festgehalten werden: allzu empfehlenswert ist die Lektüre dieses Detektivromans nun wirklich [...]

Das dunkle Geheimnis der Bow Street (II)

(Nachttischlektüre #028) — Mein Eindruck der ersten Hälfte ist bisher recht positiv, auch wenn der erste Satz nichts Gutes verheißt. Der graue, kalte Nebel, von dem dort die Rede ist, erinnert fatal an jenen berüchtigten Einstieg von der dunklen und stürmischen Nacht, mit dem der englische Autor Edward Bulwer-Lytton einst für so viel Furore gesorgt hat. Aber [...]