
William Makepeace Thackeray: Jahrmarkt der Eitelkeit. München 2011 (Bild: Deutscher Taschenbuch Verlag)
Ein schöner Tag ist es schon, dieser Junimorgen im zweiten Jahrzehnt des neunzehnten Jahrhunderts, als eine Familienkutsche vor Miss Pinkertons Erziehungsinstitut für junge Damen vorfährt, um gleich zwei Elevinnen besagten Instituts abzuholen – zwei junge Frauen, die allerdings kaum unterschiedlicher sein könnten in ihrem Wesen: Amelia Sedley die erste, eine ganz Liebe, folgsam, brav und sanft, siebzehn Jahre alt, der Vater Kaufmann von Beruf und durchaus wohlhabend zu nennen; Rebekka (vulgo Becky) Sharp die andere, eine ganz Kesse, dreist, respektlos und frech, neunzehn Jahre alt, früh verwaiste Tochter eines mittellosen englischen Malers und einer französischen Tänzerin.





