Sport-Signale

Wittgenstein spielt Ravels Konzert für die linke Hand

Als Konzertpianist war er noch nahezu unbekannt. Sicher, sein Debüt im Jahre 1913 hatte einige Aufmerksamkeit erregt, der Erste Weltkrieg jedoch setzte seinen Ambitionen ein jähes Ende. So zumindest hatte es den Anschein, nachdem Paul Wittgenstein in Polen so schwer verwundet worden war, dass ihm der rechte Arm amputiert werden musste.

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Die Beatles sind nicht gut genug

Ende 1961 waren die Beatles noch weitgehend unbekannt. Nachdem aber ihr Manager Brian Epstein die Plattenfirma Decca auf die Jungs aus Liverpool aufmerksam gemacht hatte, schien der Durchbruch kurz bevorzustehen. Immerhin hatte Mike Smith von der Abteilung A&R (Künstler und Repertoire) bei seinem Besuch in Liverpool einen so guten Eindruck von ihnen gewonnen, dass er sie zu einer Probeaufnahme nach London einlud.

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Moby Dick schlägt zu

Es war etwa acht Uhr am Morgen des 20. November 1820, das Walfangschiff Essex fuhr auf Äquatorhöhe in Richtung Westen, die Stimmung an Bord war gut, das Wetter hätte nicht besser sein können – zumal der Ausguck plötzlich auch noch eine Schule von Walen entdeckte.

Sofort ging es los, die Besatzung ließ drei Boote zu Wasser und ging auf Jagd. Das Boot des Ersten Offiziers Owen Chase wurde dabei freilich so schwer beschädigt, dass Wasser einzudringen beginnt. Zurück also zum Schiff, das leckgeschlagene Boot an Bord hieven und es dort reparieren.

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Die Königin der Nacht

Künstler, die die Welt bewegen, sind heutzutage leider nur noch selten zu finden. Früher war das anders. Allein die Diven, die einst die Opernbühnen beherrschten, waren von solchem Schrot und Korn, dass sie Herz, Gefühl und Verstand ihrer Zuhörer gleichermaßen in Erregung zu versetzen verstanden. Zu den Großen ihrer Zunft zählt ohne Zweifel auch Florence Foster Jenkins, deren Namen jeden Musikkenner mit der Zunge schnalzen lässt.

Die Sopranistin kam am 19. Juli 1868 in Wilkes-Barre, Pennsylvania, auf die Welt. Schon als Kind erhielt sie Musikunterricht, wobei ihr außergewöhnliches Talent von ihren Lehrern allerdings noch nicht erkannt wurde.

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Ein Junge namens Charlie Brown

Charles M. Schulz hat alles selbst gemacht: getextet, gezeichnet und beschriftet – und das fast achtzehntausend Mal. Diese Leistung ist wirklich einmalig in der Comicszene. Los ging es am 2. Oktober 1950 – und zwar in sieben Zeitungen, unter anderem der Washington Post. Fünfzehn Monate lang erschienen die Peanuts sechsmal die Woche, bevor ab 1952 noch die Sonntagsausgaben dazukamen.

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Ein handfester Streit

Wenn zwei Frauen miteinander einen Streit ausfechten, können mitunter schon mal die Fetzen fliegen. So geschehen auch vor knapp zweihundert Jahren, als die jungverheiratete Bettine von Arnim (geb. Brentano) mit Frau von Goethe aneinandergeriet.

Einige Monate nach ihrer Hochzeit zog es das Ehepaar Arnim nach Frankfurt, wo sie Bettines Verwandten ihre Aufwartung machen wollten. Freilich ließen es sich die beiden nicht nehmen, zwischendurch auch einmal einen vierwöchigen Abstecher nach Weimar zu machen, wo sie häufig bei den Goethes zu Gast waren.

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Die Heldentat der Grace Darling

Die Uhr schlug gerade vier, als in der Nacht vom 6. auf den 7. September 1838 der Raddampfer Forfarshire vor der Küste von Northumberland an einem Felsen zerschellte und in zwei Teile zerbrach. Von den knapp sechzig Besatzungsmitglieder und Passagieren an Bord konnten sich nur neun auf ein Rettungsboot retten, die restlichen Schiffbrüchigen kämpften in den Fluten verzweifelt um ihr Leben. Doch lediglich neun von ihnen, vier Besatzungsmitglieder und fünf Passagiere, konnten sich auf einen Felsen retten.

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Swift hat Recht

Science-Fiction-Autoren wagen gern einmal einen Blick in die Zukunft. Die meisten Vorhersagen bleiben zwar Wunschtraum, doch manche treffen später tatsächlich ein. Eines der bemerkenswertsten Beispiele hierfür finden wir bei Jonathan Swift (1667 bis 1745), der lange vor ihrer Entdeckung die beiden Marsmonde Phobos und Deimos beschrieb:

They have likewise discovered two lesser stars, or satellites, which revolve about Mars; whereof the innermost is distant from the centre of the primary planet exactly three of his diameters, and the outermost, five; the former revolves in the space of ten hours, and the latter in twenty-one and a half; so that the squares of their periodical times are very near in the same proportion with the cubes of their distance from the centre of Mars; which evidently shows them to be governed by the same law of gravitation that influences the other heavenly bodies.

[Gulliver’s Travels. Part III, Chapter III]

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Herzschmerz im Hause Shelley

Percy Shelley segelte für sein Leben gern, nur schwimmen konnte er leider gar nicht. So hatte er praktisch keine Überlebenschance, als im Juli 1822 die Don Juan auf einem Törn an der Küste von La Spezia in einem Sturm unterging.

Nachdem einige Tage später seine halbverweste Leiche an Land geschwemmt worden war, kümmerte sich Shelleys Freund Edward Trelawny persönlich um die Bergung der Leiche, die nach den Vorschriften der italienischen Gesundheitsbehörde eigentlich sofort an Ort und Stelle hätte begraben werden müssen.

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Sechs Nazidichter

1) Hans Baumann
Mit seinem Gedichtbändchen Macht keinen Lärm (München 1933) schaffte Baumann bereits im zarten Alter von neunzehn Jahren seinen literarischen Durchbruch. In diesem Liederbuch für die Hitlerjugend findet sich auch das berüchtigte Marschlied Es zittern die morschen Knochen, dessen allgemein bekannten Refrain wir hier aber nicht zitieren dürfen. 1941 mit dem Dietrich-Eckart-Preis ausgezeichnet, distanzierte er sich nach Kriegsende vom Nationalsozialismus und wurde zu einem populären Kinderbuchautor.

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