Sport-Signale

Posts Tagged ‘Scott Fitzgerald’

In einem andern Land

Gertrude Stein hat einst den Begriff von der ›Lost Generation‹ geprägt. Zu dieser ›verlorenen Generation‹ gehörten all jene amerikanischen Autoren, die, in den Jahren um 1900 geboren, im Ersten Weltkrieg gekämpft, angesichts des dort erlebten Grauens vollkommen desillusioniert und zerschlagen das Schlachtfeld verlassen und sich schließlich zu Beginn der Zwanzigerjahre in Paris niedergelassen hatten. F. [...]

Fünf literarische Männerfiguren und ihre realen Vorbilder

1) Robinson Crusoe (Robinson Crusoe) ↔ Alexander Selkirk Robinson Crusoe verbrachte achtundzwanzig Jahre auf einer einsamen Insel, sein reales Vorbild musste nicht ganz so lang ausharren. Als Navigator auf dem englischen Freibeuter Cinque Ports unterwegs, war der Matrose Alexander Selkirk (1676 bis 1721) gegen Ende des Jahres 1704 mit seinem Kapitän in Streit geraten und [...]

This Side of Paradise

Es ist ein ganz und gar typisches Erstlingswerk. Alle möglichen literarischen Arten und Formen sind darin vertreten, von der fiktionalen Erzählung über einen Einakter bis hin zu Briefen, Gedichten und mancherlei kleinen Skizzen; ein buntes Gemisch verschiedenartigster Stilarten also, ein kunterbuntes Potpourri, das in den meisten Fällen vollkommen unlesbar ist – wenn es denn von [...]

Buddenbrooks

Hemingway fand das Buch recht gut. Oder zumindest nicht ganz schlecht, wenn wir einen Blick auf die beiden Briefe werfen, die er seinem Kumpel Scott Fitzgerald am 15. Dezember 1925 (Baker, S 129) und Archibald MacLeish (Baker, S. 133) nur fünf Tage später schrieb. Und das will was heißen, denn sonst hat Hemingway* ja wohl [...]

Flappers and Philosophers

Amerika in den 1920er-Jahren, eine Zeit wie es sie wohl nie davor und nicht mehr danach gegeben hat. Der Erste Weltkrieg war vorüber, das Land entwickelte sich zur Weltmacht, die Wirtschaft brummte, die Menschen genossen ihr Leben in vollen Zügen, die Zukunft war kein großes Thema, man lebte im Hier und Jetzt, immerzu zum Sound [...]

The Beautiful and Damned

Hemingway, klar, den kennt jeder; auch Faulkner ist bekannt, Updike natürlich, aber Fitzgerald? Gehört der wirklich zu den herausragenden Autoren Amerikas? Noch heute darf man diese Frage stellen, zumindest hierzulande, in den USA selber ist das mittlerweile glücklicherweise ganz anders geworden. Dort weiß inzwischen wohl jeder, dass Scott Fitzgerald eben nicht nur der versoffene, heruntergekommene, [...]

Der große Gatsby

Für T. S. Eliot ist die Sache klar, für ihn ist Der große Gatsby der erste Schritt nach vorne, den die amerikanische Literatur seit Henry James getan hat (Bruccoli, S. 128). Ob er das wirklich glaubt, oder ob das nur sagt, weil Fitzgerald ihm das Buch gewidmet hat, kann hier nicht beantwortet werden. Aber Eliot [...]

Ulysses

Wir schreiben den 16. Juni 1904, es ist Donnerstag, acht Uhr morgens etwa, Ort des Geschehens ist Dublin. Stephen Dedalus beginnt seinen Tag im Martello-Turm in der Bucht von Dublin, genauso wie die Familie Bloom in der Eccles Street Nr. 7. Ahnen sie, dass noch etwa achtzehn Stunden vor ihnen liegen, bis der Tag für [...]

Ausrufezeichen

Ist es angebracht, über seine eigenen Witze zu lachen? Wohl eher nicht, auch wenn Komiker heutzutage durchaus eine andere Meinung zu vertreten scheinen. Das soll aber nicht unser Problem sein. Wir wollen uns lieber mit der Frage beschäftigen, ob wir uns ganz genauso verhalten wie oben genannte Komiker, wenn wir also unserem Satz ein Ausrufezeichen [...]