Sport-Signale

Donald Ducks Geheimpapiere

(Nachttischlektüre #007) — Da wir gerade bei Kinderbüchern sind. Vorhin habe ich in einem alten Buch geblättert, das nur noch antiquarisch zu beziehen ist: Donald Ducks Geheimpapiere. Das Handbuch für Kinder enthält neben Tipps, Tricks, Rätseln und Spielen auch umfangreiche Informationen zu den Bäumen des Waldes, Sternschnuppen oder Schmetterlingen, um nur ein paar zu nennen. Solche Bücher gibt es auch heute noch im Dutzend (Dangerous Books for Boys usw.).

Ich habe deshalb darin geblättert, weil ich meine, dort vor ewig langer Zeit einmal etwas über einen sensationellen Zaubertrick gelesen zu haben, dessen Geheimnis niemals aufgedeckt worden sei. Leider habe ich in dem Buch nichts darüber gefunden, es muss also irgendwo anders gestanden haben – nur wo?

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2. August 1876 – Dead Man’s Hand

Gepokert wird heutzutage gerne und oft, im Spielcasino genauso wie im Fernsehen oder im eigenen Wohnzimmer. Viele Kartenkombinationen haben berühmte Namen, so zum Beispiel sind in der Spielvariante Texas Hold’em Ass und König als Anna Kurnikowa bekannt (wahrscheinlich, weil die Karten gut aussehen, nur selten aber etwas gewinnen), während Ass und Bube meist nur Black Jack genannt werden (der beim gleichnamigen Kartenspiel entscheidenden Augenwerte von einundzwanzig Punkten wegen).

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Die Insel der Abenteuer (I)

(Nachttischlektüre #006) — Kinderbücher werden oft unterschätzt, sie gelten halt nicht als ernsthafte Erwachsenenliteratur. In manchen Fällen ist das natürlich höherer Blödsinn, zumal bei Klassikern wie Alice im Wunderland, das kaum ein Kind wohl in seiner ganzen Breite erfassen kann. Sonst nämlich hätte es keines umfassenden Anmerkungsapparats bedurft, wie ihn Martin Gardner zu dem wunderbaren Buch Alles über Alice beigesteuert hat. Inzwischen ist durch die Romane um Harry Potter oder Eddie Dickens natürlich hinlänglich bewiesen worden, dass so genannte Kinder- und Jugendliteratur für Erwachsene mehr als nur geeignet ist.

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Reise um den Mond (III)

(Nachttischlektüre #005) — Verne hat sich wirklich Gedanken beim Abfassen seiner Romane gemacht. Mit den Gesetzen der Physik kannte sich Verne in der Tat so gut aus, dass seine Mondfahrt schon damals kein reines Hirngespinst war, sondern fast hätte funktionieren können.

Tatsächlich nimmt er an einer Stelle sogar die Aufgabe auf sich, die Anfangsgeschwindigkeit auszurechnen, die das Geschoss beim Abschuss besitzen müsse, damit es bis zum Mond werde fliegen können. Dass er diesem Thema allerdings ein ganzes Kapitel widmet (das vierte), geht fast ein wenig zu weit. Zweimal schreibt er sogar eine dicke Formel hin, was, wie spätestens seit Hawking bekannt ist (Eine kurze Geschichte der Zeit, S. 7), jeden zweiten Leser vergrault.

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16. Februar 1926 – Das Tennisduell des Jahrhunderts

In Frankreich fast so verehrt wie die heilige Johanna, war Suzanne Lenglen der erste Superstar des Tennisports. Sicher, eine Schönheit war sie nicht mit ihrem bleichen Teint, den schiefen Zähnen, den farblosen Augen und der überlangen, etwas krummen Nase. Aber was zählte das schon angesichts ihrer einmaligen Eleganz, mit der sie alle in den Bann schlug, besonders die Herren der oberen Zehntausend.

Allein schon ihr Auftreten war unerhört. So betrat sie den Platz oft mit einem Pelzmantel, trug kurze Röcke, juwelenbesetzte Kopfbänder und stellte hin und wieder schon mal ein gewagtes Dekolleté zur Schau. Auch trank die Göttliche, wie sie von allen nur genannt wurde, gerne und viel, Champagner vor allem, weshalb sie, obwohl hin und wieder zu hysterischen Anfällen neigend, auch auf Partys ein gern gesehener Gast war.

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Von der Erde zum Mond (II)

(Nachttischlektüre #004) — Wie sehr sich die Menschheit schon zu Vernes Zeiten für unseren Mond begeistert hat, erkennt man auch an jenem Aufsatz, den Verne auf den Seiten 26 und 27 erwähnt. Im Jahre 1835, sagt Verne, habe ein Amerikaner namens [Richard Adams] Locke einen Bericht vorgelegt, in welchem jener die Studien des weltberühmten Astronomen John Herschel bis ins kleinste Detail beschrieben habe: von grünen, mit Goldflaum befransten Bergen, Schafen mit Elfenbeinhörnen, weißen Rehen und Bewohnern mit Pergamentflügeln sei darin die Rede gewesen.

Schade ist allerdings, dass in meiner Ausgabe eine erklärende Fuß- oder Endnote fehlt; dort nämlich sollte sich der Hinweis finden, dass es sich dabei um den berühmten Mondschwindel handelt, den die Tageszeitung New York Sun in einer Artikelserie vom 25. August bis zum 31. August 1835 verbreitet hat.

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20. November 1820 – Moby Dick schlägt zu

Es war etwa acht Uhr am Morgen des 20. November 1820, das Walfangschiff Essex fuhr auf Äquatorhöhe in Richtung Westen, die Stimmung an Bord war gut, das Wetter hätte nicht besser sein können – zumal der Ausguck plötzlich auch noch eine Schule von Walen entdeckte.

Sofort ging es los, die Besatzung ließ drei Boote zu Wasser und ging auf Jagd. Das Boot des Ersten Offiziers Owen Chase wurde dabei freilich so schwer beschädigt, dass Wasser einzudringen beginnt. Zurück also zum Schiff, das leckgeschlagene Boot an Bord hieven und es dort reparieren.

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Tonbandstimmen

(Nachttischlektüre #003) — Wie versprochen, will ich heute kurz etwas über ein Buch schreiben, das mir vor nicht allzu langer Zeit mal wieder in die Hände gefallen ist (Friedrich Jürgenson: Sprechfunk mit Verstorbenen).

Heutzutage kennen die Geister viele Kommunikationswege. Einer davon besteht darin, sich Menschen auszusuchen, mit deren Hilfe eine Verbindung zwischen Diesseits und Jenseits hergestellt werden kann. Das funktioniert deshalb so gut, weil diese Menschen, die sich gerne als Medium bezeichnen, einen besonderen Draht zu den Geistern besitzen. Zwischen Geist und Medium besteht nämlich so eine Art Kanal, der den Gedankenaustausch ziemlich leicht machen soll. Diese Methode heißt in der Fachsprache Channeling und ist derzeit ungemein populär.

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24. März 1912 – Ein totes Rennen

Oxford gegen Cambridge – das ist schon immer ein Duell auf Biegen und Brechen gewesen. Die Rivalität zwischen den beiden ältesten Universitäten der englischsprachigen Welt kommt in der Tat überall zum Tragen, in der akademischen Welt genauso wie auf anderer Ebene, so zum Beispiel im Sport. Als Sinnbild dafür gilt natürlich das Boat Race, jene nahezu legendäre Ruderregatta, die jedes Jahr ganz England in Aufruhr versetzt.

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Von der Erde zum Mond (I)

(Nachttischlektüre #002) — Frau Luna ist ein ganz patentes Weib, nicht wahr? Zumindest ist das die Meinung all jener Esoteriker, die fest davon überzeugt sind, dass der Mond die Zahl der Geburten hienieden auf der Erde genauso beeinflusse wie die Verbrechensrate oder die Häufigkeit von Unfällen und Suiziden. In einschlägigen Ratgebern und Mondkalendern (mit denen viel Geld zu verdienen ist) werden zudem gerne gewisse Maßregeln empfohlen, auf dass man plötzlich, bei abnehmendem Monde am besten, mit der passenden Diät zehn Kilogramm auf einmal verlieren möge. Wer’s glaubt …

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