Sport-Signale

Ein neuartiger Strumpf

(© -dnb-) – Kunststoffe hatte es schon vorher gegeben: Angefangen hatte alles 1868 mit dem Zelluloid, das auch heute noch für die Herstellung von Tischtennisbällen verwendet wird. Zelluloid ist aber nicht ausschließlich künstlich, da seine Grundlage, die Zellulose, aus Pflanzen gewonnen wird.

1907 entwickelte Leo Baekeland dann den ersten vollkommen synthetischen Kunststoff. Das Bakelit wurde überall gebraucht, bei elektrischen Steckern und Steckdosen genauso wie bei Radios, Salz- und Pfefferstreuern, ja sogar bei Schmuckstücken. Kein Wunder, dass Beakeland so populär wurde, dass er es im September 1924 aufs Titelblatt des Time-Magazins schaffte.

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Der erste Computer

(© -dnb-) – Es ist noch gar nicht so lange her, da galten Computer noch als eine Art Teufelswerk, für das sich höchstens ein paar verrückte Sonderlinge oder Krauterer interessierten. Heute freilich sind sie nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Was früher noch mühsam per Hand gemacht werden musste, ist heute mit wenigen Klicks zu erledigen. Ob im Büro oder auf dem Schreibtisch im eigenen Hause – ohne Computer geht in der Tat fast gar nichts mehr.

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Die schönste Buchbesprechung

(© -cst-) – Nach dem Verweis auf die zweitschönste aller Buchbesprechungen nun noch rasch ein Wort über die schönste. Sie findet sich in der Schachzeitschrift Kingpin (Nr. 29) und stammt vom englischen Schachgroßmeister Anthony Miles (1955 bis 2001).

Ganze zwei Worte genügen ihm, um Eric Schillers Unorthodox Chess Openings (New York: Cardoza 1998) zu rezensieren. Ob das Buch tatsächlich ›totaler Bockmist‹ ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen. Es ist mir leider unbekannt.

Leider?

Der Tod eines Engels

(© -cst-) – Als Mary Hogarth im Alter von nur siebzehn Jahren starb, genügten Charles Dickens drei Worte, um seine Schwägerin zu beschreiben: jung, schön, gütig (›young, beautiful and good‹). Es sind quasi Worte für die Ewigkeit, denn noch heute zieren sie Marys Grabstein auf dem Friedhof von Kensal Green in London.

Wie viel sie ihm bedeutete, wird deutlich, wenn wir daran denken, dass Dickens genau diese Worte auch verwendete, um gleich drei seiner Frauenfiguren zu beschreiben: Rose Maylie aus Oliver Twist, Little Nell aus dem Raritätenladen und Florence Dombey aus Dombey und Sohn.

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Der weibliche Quijote

Nachttischlektüre

(© -cjd-) – Ob sie tatsächlich ein Blaustrumpf war? Zumindest galt sie als ein bluestocking, damals im England des achtzehnten Jahrhunderts. Wer aber kennt Charlotte Lennox heute? In Deutschland wohl kaum jemand. Das aber ist mehr als bedauerlich, gehört doch ihre 1752 erschienene Beschreibung der quijotegleichen Abenteuer einer jungen Dame zu den bemerkenswertesten Büchern der damaligen Zeit.

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Gebrauchte Kisten zu verkaufen

(© -cst-) – Inserate in Zeitschriften sind oft nicht sehr spannend, mitunter aber üben sie einen besonderen Reiz aus. So findet sich in der Wochenschrift Das Tage-Buch vom 30. September 1922 (S. 1395) eine Anzeige des Ernst Rowohlt-Verlags, Potsdamer Straße 123b, in welcher der werte Kunde auf ein ganz spezielles Angebot hingewiesen wird:

Wir verkaufen gebrauchte Kisten jeder Größe

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Die zweitschönste Buchbesprechung

(© -cst-) – Die zweitschönste Buchbesprechung, die ich je gelesen habe, findet sich in der 1920 vom Wiener Publizisten Stefan Großmann (1875 bis 1935) begründeten Wochenschrift Das Tage-Buch. In Heft 36 des ersten Jahrgangs (S. 1191f.) befasst sich der Rezensent mit einer von Hanns Martin Elster verfassten Biografie über einen durchaus bekannten, nicht aber zur ersten Garde zählenden Schriftsteller: Walter von Molo und sein Schaffen (München: Albert Langen 1920).

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